Leider hat sich ein unerfreulicher Trend im Bereich der eBikes bzw. Pedelecs sehr verstärkt:

Die Besitzer tunen die Fahrzeuge.

Die bei Verwendung derart manipulierter Fahrzeuge begangenen Verstöße sind keine Kavaliersdelikte und nicht nur Ordnungswidrigkeiten, sondern teilweise sehr scharf bestrafte Straftaten. Zusätzlich gehen sämtliche Ansprüche bezüglich Garantie und Gewährleistung sowie an Versicherungen verloren.

Der Führer eines derart manipulierten Fahrzeugs ist im öffentlichen Straßenverkehr voll haftend - dies kann bis zum finanziellen Ruin gehen. Ebenso sind sämtliche Wartungs- und Reparaturkosten selbst zu tragen. Wir wollen hier nur ganz kurz auf das Problem von Fachhändler und -werkstatt eingehen. Informationen zu legalen Konsequenzen gibt es zuhauf im Internet.

Grundsätzlich ist nicht zu vergessen, dass aus jedem „frisierten“ Pedelec25 ein Kleinkraftrad wird. Damit besteht Pflicht für eine Betriebserlaubnis und ein Führerschein ist erforderlich (Mindestalter, usw.). Bei S-Pedelecs verfällt die bestehende Betriebserlaubnis durch das Tuning.

In Bezug auf Fachwerkstätten ergibt sich ein Konflikt zwischen Kundenfreundlichkeit und Legalität:

Die Herausgabe eines manipulierten Fahrzeugs für den Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr ist quasi unmöglich. Geschieht dies doch, dann ist die Werkstatt auch haftbar.

Die Hersteller haben wegen des erhöhter Verschleisserscheinungen mitttlerweile auch Maßnahmen ergriffen:

Durchgeführte Tuning-Maßnahmen oder -Versuche werden in der Steuerung gespeichert. Nach einer geringen Anzahl derartiger Versuche oder Maßnahmen schalten die Steuerungen schlichtweg ab.

Da dadurch eine Dokumentation derartiger Maßnahmen immer möglich ist hat der Kunde keine Möglichkeit, irgendwelche Garantie- oder Gewährleistungsansprüche durchzusetzen. Er muss alles selbst aus eigener Tasche bezahlen!

Auch die Reaktivierung der Steuerung ist ohne spezielle Maßnahmen nicht möglich - die Kosten hat der Kunde zu tragen.